Der NordenZweiwöchige Geländewagenexpedition
zu den Seen in der zentralen und nördlichen Mongolei
Der Norden der Mongolei wird beherrscht von seiner grandiosen Seenlandschaft. Der Khovsguul-See ist der kleine Bruder des Baikalsees und zugleich der größte Süßwassersee der Mongolei. Die Mongolen bezeichnen ihn liebevoll als ihr Meer. Um diesen See wurde in den letzten Jahren ein Naturschutzgebiet eingerichtet, um diese einmalige Landschaft für die Nachwelt zu erhalten. Die Gegend um den Khovsguul gehört aber auch zu den am wenigsten erschlossenen Regionen der Mongolei. Einige Gebiete am See lassen sich nur über wenig befahrene Pisten erreichen, aber die Mühen der Anreise werden durch die schöne Landschaft entloht. Kiefernwälder, Lärchen und Taiga zeigen dem Besucher, dass hier Sibirien nicht mehr weit ist.
Der Volksstamm der Tsaaten lebt rund um den Khovsguul See. Sie sind die letzen Rentiernomaden in der Mongolei. Eigentlich ist der Ursprung der Tsaaten in Tuwa, der westlichen sibirischen Provinz von Russland. Die Tsaaten haben sich in ihrer Lebensweise seit Jahrhunderten nicht verändert. Naturreligion und Schamanismus sind hier noch lebende Traditionen.
Die Weiterfahrt vom Khovsguul zum Terchjin Zagaan Nuur führt durch eine der urtümlichsten Landschaften des Landes. Kurz vor dem Terchjin Zagaan Nuur führt die Tour über einen knapp 2500m hohen Pass. Ein weiterer Höhepunkt dieser Tour ist das Gebiet um den Terchjin Zagaan Nuur. Diese Gegend ist eine alte Vulkanlandschaft mit bizarren Gesteinsformationen. Durch die Lava sind mehrere kleine Höhlen entstanden, die als natürlicher Eiskeller dienen.
Sie können auf dieser Reise den Khorgo Vulkan besteigen. Erst durch den Ausbruch des Vulkansist der Terchjin Zagaan Nuur in seiner jetzigen Form entstanden.
Weitere interessante Punkte auf dieser Reise sind der Chuluut Fluss, der sich sein Flussbett durch das Lavafeld vom Khorgo Vulkan geschnitten hat, und der „Baum der 1000 Zweige“, der sich in der Nähe des Chuluut Flusses befindet.
Freunde des frischen Fisches werden bei dieser Reise voll auf ihre Kosten kommen. Anschließend werden Sie Karakorum – die alte Hauptstadt der Mongolei – kennen lernen und das Kloster Erdene Zuu besichtigen. Da der Khovsguul See bis weit in den Frühling zugefroren ist, kann diese Tour nur im Hochsommer gefahren werden.
Termine und Preise:
29.06.2010-13.07.2010 EUR 1560 (zzgl. Flug, ca. EUR 900) inkl. Naadam-Fest
25.07.2010-08.08.2010 EUR 1490 (zzgl. Flug, ca.
EUR 900)
05.08.2010-19.08.2010 EUR 1490 (zzgl. Flug, ca.
EUR 900)
EZ/EZelt-Zuschlag: EUR 100
Leistungen:
Flughafentransfers, 2 Hotelübernachtungen in Ulaanbaatar, ca. 3 Übernachtungen
während der Rundreise in Gercamps (Jurten, EZ sind hier meist nicht
möglich und daher nicht im EZ-Zuschlag enthalten), ansonsten Zeltübernachtungen, Halbpension in
Ulaanbaatar, Vollverpflegung während der Rundreise,
Rundreise im Geländefahrzeug (in der Regel russische
Gelände-Kleinbusse) inkl. Benzin und Nebenkosten, Eintritte für Museen, Nationalparks und
Kulturprogramm, deutschsprachige lokale Reiseleitung
Nicht enthalten:
Hin- und Rückflug (ca. EUR 900), Kosten für den persönlichen Bedarf, Kosten für
weitere Mahlzeiten und Getränke, Film- und Fotogebühren (soweit erforderlich),
Trinkgelder
Teilnehmer:
• min. 8, max. 12 Personen
Tourverlauf:
1. Tag
Abflug in Deutschland (wir haben Flüge mit Mongolian Airlines ab/an Berlin vorgesehen und reserviert).
2. Tag
Ankunft in Ulaanbaatar, Einchecken im Hotel, Programmbesprechung. Danach werden wir Ulaanbaatar besichtigen. Sie werden das berühmte Gandan Kloster mit der größten Buddhastatue sehen und einen Rundgang im ehemaligen Winterpalast (Bogd – Khan Palast) unternehmen. Am Abend haben Sie die Möglichkeit, mongolische Folklore zu erleben.
3. Tag
Abfahrt in Richtung Bulgan. Aber erst machen wir einen Stopp im Hustain Nuruu Nationalpark. Hier werden wir die ausgewilderten Przewalskij Pferde beobachten können. Die Przewalskij Pferde gelten als die lebenden Urpferde und sie haben nur aufgrund des Einsatzes des Bremer Hagenbeck Zoos überlebt. Danach fahren wir durch die mongolische Steppe in Richtung der Ortschaft Orchon, am gleichnamigen Fluss. Die Fahrt führt uns durch Bilderbuch-Steppenlandschaft. Die Nacht werden Sie am Ufer des Orchon verbringen.
4. Tag
Vom Orchon fahren wir zur Bezirkshauptstadt Bulgan. Hier haben wir die Möglichkeit, unsere Vorräte zu ergänzen, bevor es weitergeht zum erloschenem Vulkan „Uran Togo“, was mit „Perfekt“ übersetzt werden kann. Wir werden den Vulkan besteigen, von dem man eine schöne Aussicht über die bergige Landschaft hat. Wir werden dann an den längsten Fluss der Mongolei und Hauptzufluss des Baikalsees, den „Selenge“, fahren, wo wir auch übernachten.
5. Tag
Überquerung des Flusses und Weiterfahrt nach Murun. Die Landschaft, durch die wir jetzt fahren, unterscheidet sich völlig von der restlichen Mongolei. Bewaldete Berghänge und große klare Flüsse sind das markante Zeichen dieser Region. Unterwegs kommen wir noch an den Resten vergangener Kulturen Vorbei. Mitten in der Landschaft befinden sich alte Ruinen einer Verteidigungsanlage. Kurz vor Murun werden wir übernachten.
6. Tag
Fahrt durch Murun und Gelegenheit zum Einkaufen für die Zeit am Khovsguul See. Am Vormitag fahren wir dann nach Norden zum See. Der Khovsguul See wird fast völlig von Bergketten eingerahmt. Er gehört eher in die Region der sibirischen Taiga. Das westliche Ufer ist einigermaßen erschlossen, hier werden wir zu unserem Gercamp fahren.
7. Tag
Der Khovsguul See liegt in der Region der Tsaaten. Die Tsaaten leben fasst ausschließlich von den Rentieren, die sie züchten. Wir werden versuchen, diese Minderheit in der Region aufzusuchen. Versuchen deshalb, weil sie auch streng nomadisch leben und nicht immer an den gleichen Plätzen ihre Zelte aufbauen. Den Abend werden wir am Seeufer ausklingen lassen. Mit etwas Glück werden wir eine frischen Fisch zum Abendessen bekommen.
8. Tag
Heute verlassen wir den Khovsguul See und fahre erstmal zurück nach Murun. Hier werden wir unsere Vorräte ergänzen und dann geht es weiter Richtung Süden zum Terchjin Zagaan Nuur (Weißer See). Wir werden gut zwei Tage benötigen, bis wir den See erreicht haben. Gleich neben der Ortschaft Murun werden wir einen kurzen Abstecher zu den Gräbern von „Uushigiin“ machen, die aus der Bronzezeit stammen. Danach geht die Fahrt in den zentralen Teil der Mongolei.
9. Tag
Von der Ortschaft Shine Ider, bei der wir übernachtet haben, geht es heute zum Terchjin Zagaan Nuur. Den See werden wir gegen Nachmittag erreichen. Er ist durch einen Vulkanausbruch entstanden und es befinden sich jede Menge Lavafelder in seiner Umgebung. Die Landschaft um den See gehört mit zu den Höhepunkten in der Mongolei. Den Nachmittag verbringen wir mit Wanderungen in der Umgebung des Sees.
10. Tag
Der Tag ist reserviert für Ausflüge in die Umgebung des Terchjin Zagaan Nuur. Sie werden den Khorgo-Vulkan besteigen, ein Eishöhle besichtigen und am Nachmittag, sofern die Wassertemperatur es zulässt, im Terchjin Zagaan Nuur baden gehen.
11. Tag
Am Morgen fahren wir vom Terchjin Zagaan Nuur ab. Die Fahrt geht vorbei am „Baum der 1000 Zweige“. Diese Kultstätte befindet sich in der beeindruckenden Schlucht des Tschulut Flusses. Am Baum der 1000 Zweige befestigen die Nomaden ihre Hadaks mit ihren Wünschen, in der Hoffnung das sie in Erfüllung gehen. Die Strecke führt uns dann noch zu einem Monolithen - Ikh Tamir (große Kraft). Auf diesem großen Felsen befinden sich viele Felsenzeichnungen. Gegen Mittag werden wir dir Ortschaft Tsetserleg erreichen. Hier haben wir wieder die Möglichkeit, auf dem Markt unsere Vorräte zu ergänzen. Wir besichtigen das Kloster „Zayan Gegeen“. Die Gründung des Klosters geht auf das 16 Jhr. zurück und es gehörte mit zu den wichtigsten Klöstern in der Mongolei, in dem früher über 10.000 Mönche gelebt haben. Am Abend erreichen wir die warmen Quellen von Tsenker und wir können uns im warmen Wasser erholen.
12. Tag
Vormittags fahren wir durch sanftes Hügelland zum Ogii Nuur. Dieser See ist ein besonderes Biotop, an dem sehr viele Zugvögel Rast machen. Es gibt eine Vogelbeobachtungsstation, die Interessierte gerne aufsuchen können.
13. Tag
Dieser Tage ist der Geschichte der Mongolei gewidmet. Nach dem Frühstück am See fahren wir durch das alte Orchon Tal zu der türkischen Ausgrabungsstätte „Chöschöö Tsaidam“. Es handelt sich dabei um den Palast eines alttürkischen Generals. Hier betreibt die Türkei eine interessante Ausgrabung, da sich in dieser Region das Stammland aller Turkvölker befinden soll. Der Höhepunkt für diesen Tag ist aber sicherlich der Besuch des Klosters „Erdenee Zuu“ in Karakorum. Karakurm, die ehemalige Hauptstadt der Mongolei, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Dschingis Khan hat hier seine Palastjurte errichtet und am Hofe der einstmals größten Landmacht haben viele ausländische Geleerte und Handwerker gearbeitet. Später wurde dann auf den Ruinen von Karakorum das Kloster Erdenee Zuu, was man mit „kostbarer Herr“ übersetzen kann, gegründet. Es gehörte einstmals zu den bedeutendsten und wichtigsten Klöster der Mongolei.
Am späten Nachmittag fahren wir dann noch so der einmaligen Gebirgsformation „Hognon Han“. Hier haben wir die Möglichkeit, bei unserer Pferdezüchterfamilie uns über die Aufzucht von Pferden zu informieren, oder auch einfach mal zu reiten.
14. Tag
Am frühen Vormittag geht es über eine Asphaltstraße zurück nach Ulaanbaatar. Die Stadt erreichen wir dann am frühen Nachmittag. Nach dem Einchecken ins Hotel hat jeder noch die Zeit, um Andenken einzukaufen. Am Abend dann gemütliches Beisammensein und die Mongoleireise klingt gemeinsam mit Ihrem Guide und Fahrer aus.
15. Tag
Am Morgen Rückflug ab Ulaanbataar, Ankunft gegen Mittag in Deutschland (Miat).
Veranstalter:
Bedu Expeditionen
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