
MALI
Reisen nach Mali
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Festival Ségou & Dogonland
Südmali - ca. zwei Wochen, Musik, Traditionen und Märkte
• Sonderreise zum Festival der Musik, Bootstour auf dem Nigerstrom und Besuch im Dogonland mit kurzen Wanderungen
• Ségou, „Festival sur le Niger“, Musik und Traditionen in der geschichtsreichen Feststimmung Stadt am Nigerstrom
• Pinassenfahrt von Ségou nach Mopti auf dem „Fluss der Götter“
• Mopti „Venedig des Sahel“
• Geländewagenfahrt ins Dogonland und kurze Wanderungen
• Montagsmarkt in Djenné
Termine & Preise:
27.01.2009-12.02.2009 EUR
1870 (zzgl. Flug, ab ca. 820 EUR)
EZ/EZelt-Zuschlag: EUR 150
Der Termin für 2010 wird ähnlich liegen.
Leistungen:
• Transfers in Bamako, Hotel/Campement-Unterbringung im DZ in Bamako, Mopti und Djenné
• sonst Zeltübernachtung in sog. „Campements“ (manchmal auch auf Dachterrassen)
in 2-Personen-Zelten mit Schlafmatten
• Landtransport mit Minibussen und Geländewagen
• Flussfahrt mit einer Pinasse, jeweils örtliche Crew mit Koch, außerhalb der größeren Städte und Ortschaften
Vollverpflegung. Mineralwasser oder Trinkwasser aus Kanistern
• deutschsprachige, örtliche Reisebegleitung
• Reiserücktrittskostenversicherung, Eintrittsgebühren zum Festival
Zusätzliche Kosten:
• Flug mit Royal Air Maroc über Casablanca nach Bamako ca. EUR 750 inkl. Steuern (Rail&Fly zzgl. EUR 75)
• Visumgebühren, evtl. Flughafensteuer
• persönlich bestellte Getränke u. Mahlzeiten während der Hotel- oder Festivaltage in Bamako, Ségou, Mopti und Djenné. Persönlich bestellte Getränke unterwegs in kleineren Ortschaften oder gelegentlich eine kleine Zwischenmahlzeit, wenn man ohne die Gruppe unterwegs ist, je nach persönlichen Bedürfnissen.
• Unvorhergesehenes
• Trinkgelder
Teilnehmer:
min. 7 - max. ca. 12 Personen
Zelt:
Bitte versäumen Sie nicht, uns mitzuteilen, wenn Sie eine Zeltübernachtung im 2-Personenzelt wünschen. Viele Teilnehmer schlafen in der Sahara im Freien und wir sollten aus Gewichtsgründen nicht unnötig viele Zelte mitnehmen.
Tourverlauf:
1. Tag: Anreise aus Europa (Ü/F)
Flug von Deutschland, voraussichtlich über Casablanca nach Bamako, der Hauptstadt von Mali. Transfer ins Hotel und Begrüßung durch die örtlichen Begleiter.
2. Tag: Bamako, die Hauptstadt Malis (HP)
Gemeinsam mit den malischen Begleitern ein Besuch der quirligen Innenstadt von Bamako. Ein Rundgang über den Grand Marché mit unzähligen Marktständen, Handwerksprodukten, Lebensmitteln und Kunsthandwerk gibt einen ersten Eindruck vom Land. Vergessen Sie nicht im Menschengewimmel einen Blick auf die sudanesische Architektur zu werfen. Wenn zeitlich möglich kurzer Besuch des sehr interessanten Nationalmuseums in einem hübschen Park gelegen.
3. bis ca. 5.Tag: Besuch des Musikfestivals und Ausflüge in die Umgebung (HP)
Am Morgen des dritten Tages Abfahrt nach Ségou auf einer guten Asphaltstrasse (ca. 240 km) durch abwechslungsreiche Sahellandschaften. Nach der Ankunft in einem landesüblichen Campement (mit Zelten auf der Dachterasse oder Zimmern, dies entscheidet sich evtl. erst vor Ort) richtet sich die Gruppe für die nächsten Tage dort ein. Das Campement wird immer wieder Rückzugsmöglichkeiten bieten, denn die vielen Eindrücke in der Stadt müssen „verarbeitet“ werden. Am Ankunftstag möglichst noch kurzer Besuch der Innenstadt und evtl. von Ségoukoro, dem historischen Teil der Stadt.
Ségou, die ehemalige Residenzstadt der Bambara-Könige, liegt direkt am Nigerfluss. Die Architektur ist kolonial-sudanesisch geprägt; Es gibt schöne schattige Alleen in der Stadt und entlang dem Strom, sowie einen lebhaften Hafen. Die Bevölkerung ist freundlich und aufgeschlossen. Für das Festival wird eine Bühne direkt auf dem Fluss aufgebaut und am Flussufer ist ein Festivalgelände eingezäunt, in dem die Aktivitäten und Veranstaltungen stattfinden. Aber auch in der ganzen Stadt sind Umzüge und Darbietungen geplant. Ein bunter Marktplatz auf dem Festivalgelände bietet allerlei Kunsthandwerk und auch Speisen und Getränke an. Natürlich gibt es auch in der gesamten Innenstadt viele Marktstände und kleine Restaurants, wo man essen gehen kann.
Hochkarätige Künstler und Künstlerinnen sind wieder angekündigt, allerdings steht noch nicht ganz fest, wer 2008 alles auftreten wird. Im Jahr 2005, als das Festival zum erstenmal stattfand, sowie in 2006 und 2007 brachten weltbekannte Musiker wie Ali Farka Touré, Salif Keïta, Oumou Sangaré, Baba Salah, Tiken Jah Fakoly, Abdoulaye Diabaté und ihre Begleitbands die Besucher begeistert zum Tanzen und Mitsingen. Hinzu kommen lokale Folkloregruppen, welche das bunte Bild bereichern. Vor allem die traditionellen Jägerbünde und alte Maskentänze werden viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ein Pirogenwettrennen und weitere Veranstaltungen runden das Festival ab.
Die Eintrittsgebühr für das Festival ist im Reisepreis enthalten. Die örtliche Crew wird auf Wunsch vormittags mit der Gruppe Ausflüge machen, wie z.B. in das schöne Töpferdorf Kalabougou auf der anderen Nigerseite (mit Pirogenausflug) oder nach Ségoukoro, dem ältesten Stadtteil und in eine interessante Textilfärberei.
6. bis etwa 9.Tag: Szenenwechsel - auf einer Pinasse gleiten wir den Nigerfluss hinab, nach Mopti (VP)
Nach den ereignisreichen Tagen in Ségou werden wir die Stille auf dem großen, geheimnisvollen Strom Afrikas genießen, wenn wir mit einer Pinasse, einem traditionellen motorisierten Flussboot, bis nach Mopti fahren. Mittags und abends wird angelegt und man campiert auf Sandbänken oder am Ufer mit Übernachtung in Zelten. An Bord gibt es „Vollverpflegung“ mit typisch afrikanischen Gerichten durch einen Koch oder Köchin. Die Sitzbänke sind alle in Fahrtrichtung angeordnet und auch eine Toilette ist an Bord. Auf dem Schattendach können immer 2-3 Personen abwechselnd die Aussicht und die Sonne genießen.
Markante Stationen unterwegs sind die Schleuse von Markala, traditionelle Orte wie Diafarabé und Kouakourou mit einer fantastisch schönen Lehmmoschee. Die große ethnische Vielfalt Malis erschließt sich beim Besuch einiger Dörfer und Sie lernen etwas von der Bozo-, Peulh- und Bambara-Kultur kennen.
Diese schöne Möglichkeit an Bord einer Pinasse zu reisen gibt tiefe Einblicke in die uralten Handelsbeziehungen die der Niger seit Jahrtausenden zwischen den verschiedenen Völkern ermöglicht. Der Fluss teilt Mali sozusagen in zwei Hälften: Im Norden angrenzend die Sahararandgebiete und südlich davon Überschwemmungszonen, Ackerland und Sahellandschaften. Und mittendrin auf dem Strom Pirogen, Pinassen und Fährschiffe mit allen Waren, die das Land zu bieten hat und an seinen Ufern die traditionellen Fischer- und Bauerndörfer.
Am Mittag oder Nachmittag des 9. Tages Ankunft mit dem Boot in Mopti. Am Zusammenfluss von Bani und Niger im Pirogenhafen erwarten uns die Transferautos und wir werden nach längerer Zeit in einem kleinen Hotel wieder Betten und Duschen genießen.
Die Stadt ist eines der lebhaftesten Handelszentren des gesamten Landes. Hier landen Waren aus allen Regionen an und werden auf dem großen, von Menschen wimmelnden Markt angeboten. Handwerksprodukte, Salzplatten aus der Sahara, getrockneter Fisch, Holz und Holzkohle, Gemüse, Getreide etc. sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem breiten Spektrum. Der Hafen und die Bootswerft können „kräfteschonend“ vom netten, schattigen Café Bozo aus betrachtet werden, wenn der Marktrundgang zu anstrengend geworden sein sollte.
10. bis etwa 12. Tag: Fahrt ins Dogonland (VP)
Wir brechen auf ins nahe gelegene Dogonland. Durch eine ausgesprochen schöne Landschaft mit Sandsteinfelsen und großen Bäumen, üppig grün leuchtenden Gärtchen die von kleinen Staudämmen bewässert werden und traditionellen Dörfern mit den typischen Getreidespeichern, erreichen wir bald den Hauptort Bandiagara, wo wir uns aber nicht lange aufhalten werden. Die schöneren Orte kommen erst danach und das berühmte Sanga ist einer davon.
Zuvor machen wir auf Buschpisten einen Abstecher zur - mit rezenten Felsmalereien ausgeschmückten - Felsgrotte von Songo, einem wichtigen Initiationsplatz.
Die Studien des Ethnologen Marcel Griaule machten das Dogonland in der gesamten Welt bekannt. Das Volk der Dogon hat eine einzigartige Mythologie bewahrt, die sich uns Besuchern aus dem Westen nur schwer erschließt. Immer wieder werden wir in den nächsten Tagen auf mystische und heilige Plätze stoßen und wir müssen uns streng an die „Vorgaben“ unserer Führer halten, damit keine unbeabsichtigten Entweihungen dieser Orte stattfinden.
Wie Schwalbennester sind die Dörfer und Siedlungen in die Steilstufe von Bandiagara gebaut, die sich über die schier endlos erscheinende Gondo-Ebene erhebt. Ihre Architektur spiegelt das Weltverständnis der Dogon in allen Details wieder, wir sehen die berühmten Ahnenhäuser, Palaverhütten und Fetischaltäre. Ein besonderer Blickfang sind die auf Felsvorsprüngen unweit der Niststätten von Milanen angelegten Ahnengräber, die nur über an der steilen Wand hängende Seile erreicht werden können.
Wir besuchen den Hauptort Sanga auf dem Plateau und steigen dann zu Fuß in der Steilstufe ab zu einigen Dörfer, wie Banani, Ireli und Tireli. Wem das zu anstrengend ist, der kann auch mit den Geländewagen über eine steile Piste nach Banani hinunterfahren, wo die Gruppe wieder zusammentrifft. Die Ausblicke beim insgesamt nicht zu schwierigen Abstieg sind überwältigend, man braucht aber gut eingelaufene Schuhe und etwas Schwindelfreiheit. Unterwegs trifft man viele Einwohner die mit ihren Warenkörben auf dem Kopf aufs Plateau steigen oder zurückkehren in ihre Dörfer. Und natürlich gibt es unterwegs Souvenirangebote in vielfältiger Auswahl und strategisch günstige Stellen, wo Besichtungspausen eingelegt werden.
Vielleicht haben wir Glück und es ist gerade Markttag in Tireli. Unter großen Baobabbäumen sprudelt es nur so von Leben und selbst der kleinste Marktstand bietet mindestens eine Handvoll Tomaten oder getrocknete Zwiebeln. Und natürlich gibt es überall Dolo, das beliebte Hirsebier, dem die Marktbesucher lebhaft zusprechen.
Zur Übernachtung suchen wir uns einen sandigen Platz in der sanft gewellten Gondo-Ebene, am Fuß der Steilstufe von Bandiagara.
Die langsame Fahrt geht weiter nach Südwesten, linkerhand die Gondo-Ebene, rechts die steile Felswand des Bandiagara-Plateaus. Die Piste ist sehr sandig und manchmal muss ein kleiner Umweg gefahren werden. Zu Fuß lassen sich einige Dörfer im südwestlichen, etwas weniger besuchten Dogonland erkunden: Teli und Endé, wo wir in die Steilwand zu einem derzeit nicht bewohnten Hogonhaus hinaufsteigen können und einen guten Eindruck vom Leben des verstorbenen Dorfoberhaupts bekommen. Atemberaubend ist auch hier wieder der Ausblick aufs Dorf und in die weite Ebene.
Kurzer Stopp im Städtchen Bankass, wo evtl. einige Einkäufe fällig sind. Dann führt die Piste zwischen schönen Felsen hindurch Richtung Asphalt bei Somadougou. Vorher werden wir jedoch die letzte Nacht mit Zelten im Busch verbringen.
13. und etwa 14. Tag: Fahrt von Somadougou nach Djenné und Besuch des berühmten Montagsmarkts (HP)
Die Buschpiste endet bei Somadougou und vielleicht ist gerade Markttag und wir machen einen kurzen Rundgang durch das bunte Treiben. Nun ist es nicht weit bis Djenné, die Stadt gilt als Zentrum der mittelalterlichen sudanischen Lehmarchitektur. Bevor man in die Stadt gelangt, muss man mit einer Fähre über den Banifluss setzen. Wir beziehen unsere Zimmer (oder Zelte auf der Dachterasse) im landesüblichen Campement welches mitten im Ort liegt, sodass man zu Fuß alles in Ruhe erkunden kann.
Wir haben den Reisetermin bewusst so gelegt, dass wir am Montag in Djenné sind und den großen Montagsmarkt vor der Moschee von Djenné besuchen können. Mehr brauchen wir darüber nicht zu schreiben. Jede Literatur, jeder Bildband mit dem Thema Westafrika schwärmt von diesem Markt.
15. Tag: Weiterfahrt nach Teriya Bugu (HP)
Wir verlassen Djenné mit einem Bus, da wir nun keine Geländewagen mehr benötigen und fahren über San nach Teriya Bugu. Letzte Übernachtung in Zelten (oder evtl. Bungalows) und abends „Abschiedsessen“ am Ufer des Baniflusses. Teriya Bugu ist ein Tourismuskomplex, der häufig von Besuchern aus Bamako genutzt wird. Gegründet als ökologisch bewirtschaftete Farm, liegt es inmitten eines Grüngürtels am Fluss und bietet Hotel, Bar, Restaurant und Pool, sowie einen kleinen Zoo und sportl. Aktivitäten.Das nahegelegene Dorf entstand durch die Farmgründung und eine NGO bewirtschaftet den Komplex. Dadurch profitiert die Bevölkerung in Form einer Schule (mit Alphabetisierungskursen für Erwachsene), Krankenstation, Bibliothek und Kooperative. Genutzt werden alternative Energiequellen wie Solar, Photovoltaik und Biogas.
16./17. Tag: Rückreise nach Bamako und Abflug (HP)
Zügige Rückfahrt nach Bamako, Rast in einem Hotel in „Dayrooms“ für jeweils 3-4 Teilnehmer zum Packen und Duschen. Falls noch Zeit bleibt Abendessen mit dem Guide und Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Europa. Ankunft - je nach Flugplan - am Mittag des 17. Tages (Falls Sie den von uns vorgeschlagenen/angebotenen Royal Air Maroc - Flug bei uns gebucht haben).
Änderungen vorbehalten!
Anforderungen: Jeder gesunde Mensch kann an dieser Exkursion teilnehmen. Im Hinblick auf die größtenteils fehlenden Infrastrukturen (ärztliche und auch sonstige Versorgung) sollten Sie jedoch eine gehörige Portion körperliche Fitness, Flexibilität, Geduld und Anpassungsfähigkeit mitbringen!
Beim Fotografieren ist äußerste Rücksicht zu nehmen (Armut in den Dörfern, große soziale Unterschiede, Fotoverbot vor Polizeigebäuden und in der Nähe von Militär etc.).
Veranstalter
Kooperationspartner
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