
MALI
Reisen nach Mali
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Mali: Nigerstrom-Expedition
ca. 3 Wochen, Bootstour auf dem Niger, kurze Wanderungen, Geländewagen
• Djenné, lebhaftes Freilichtmuseum der Banco-Architektur
• Mopti, Handelszentrum und Hafen am Nigerdelta
• mehrtägige Bootsfahrt auf dem Niger in einmaliger,
archaischer Flusslandschaft
• motorisierte, speziell für Tourismus umgerüstete Pinasse
mit Sonnendeck, Schattendach und Sitzbänken in Fahrtrichtung
• das legendäre Timbuktu
• Hombori-Berge im Herzen des Nigerbogens
• kurzes Trekking im Dogonland
Termine & Preise:
05.11.2010-25.11.2010 EUR 1990
17.12.2010-06.01.2010 EUR 1990
11.02.2011-03.03.2011 EUR 1990
04.03.2011-24.03.2011 EUR 1990
weitere evtl. ab Herbst 2012
EZ/EZelt-Zuschlag: EUR 140
Rail & Fly:
EUR 80
Leistungen:
Transfers in Bamako, Hotelunterbringung im DZ in Bamako, Sevare und Segou (HP), sonst Zeltunterbringung oder in sog. "Campements" (manchmal auch auf
Dachterrassen) mit VP. Landtransport mit Minibussen u. Geländewagen, Flussfahrt mit einer Pinasse, jeweils örtliche Crew mit Koch, Mineralwasser oder Trinkwasser aus
Kanistern, Zelte und Schlafmatten, deutschsprachige örtliche
Reisebegleitung, Reiserücktrittskostenversicherung
Nicht enthalten:
Flug (siehe ganz unten), evtl. Flughafensteuer, Trinkgelder, persönlich bestellte Getränke u. Mahlzeiten während der Hoteltage in den größeren Städten wie Bamako, Sevare und
Segou, persönich. bestellte Getränke in kleineren Ortschaften oder gelegentlich eine kleine Zwischenmahlzeit, wenn man mal ohne die Gruppe unterwegs ist, je nach pers. Bedürfnissen, Unvorhergesehenes
Teilnehmer:
min. 7 - max. ca. 12 Personen
Mit weniger Teilnehmern/innen kann die Tour auch durchgeführt werden, dann entsteht
ggf. ein Aufpreis von EUR 150
Tourverlauf:
1. Tag: Flug nach Bamako
Flug von Frankfurt über Paris nch Bamako (oder andere Flugmöglichkeit), Übernachtung im Hotel (wenn möglich Hotel Mandé mit Pool und Terrassen am Nigerstrom) oder einem anderen zentral gelegenen Hotel.
2. bis ca. 3.Tag: Anreise nach Djenné und nach Mopti
Am nächsten Morgen brechen wir auf nach Djenné. Die Fahrt verläuft über eine gute Teerstraße. Wir passieren Ségou, einstmals die Hauptstadt des mächtigen Bambara-Reiches und heute eine angenehm ruhige Stadt, schön gelegen am Nigerfluss.
Die alte Handelsstadt Djenné fasziniert durch ihre Banco-Architektur, die aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammt. Diese Lehmbauweise entstand unter dem Einfluss des islamischen Nordens, der hier mit den regionalen Gegebenheiten eine harmonische Symbiose eingeht. Das Schmuckstück der Stadt ist natürlich die berühmte Große Moschee im Zentrum;1815 zerstörte der Fulbe-Herrscher Sékou Ahmadou das ursprüngliche Gebäude. Die heutige, 20 Meter hohe Moschee wurde nach dem Vorbild des alten Gebäudes in den Jahren 1906-1909 errichtet. Sie ist eines der bedeutendsten Beispiele der sudanischen Banco-Architektur und bietet 5.000 Gläubigen Platz. Vom Dach eines gegenüberliegenden Hauses lässt sich das Bauwerk besonders gut überblicken. Die Moschee erhebt sich direkt neben dem bunten Treiben des Montagsmarktes.
Djennés Blütezeit als Handelsknotenpunkt zwischen Nord- und Westafrika begann im 13. Jahrhundert, als die Stadt Teil des historischen Reiches Mali war. Als Umschlagplatz für Elfenbein, Gold, Sklaven und Lebensmittel aus dem Süden sowie Salz aus der Sahara und europäischen Waffen überflügelte Djenné sogar Timbuktu. Djennés Bedeutung lag allerdings nicht nur in seiner ökonomischen Macht, sondern darüber hinaus stellte die Wirtschaftsmetropole ein Zentrum des Geisteslebens dar. Auch die Eroberung durch das Songhai-Reich 1468 änderte daran nichts. Wir verlassen die geschichtsträchtige, nichtsdestotrotz höchst lebendige Stadt am späten Nachmittag, fahren ca. 140 km und beziehen ein einfaches Hotel in Sevaré, einem Vorort von
Mopti.
4. Tag: Besuch von Mopti und Aufbruch zur Pinassenfahrt auf dem Nigerstrom
Mopti, das "Venedig von Mali", so genannt, weil Sékou Ahmadou die Ansiedlung auf drei Inseln am Zusammenfluss von Niger und Bani erbauen ließ. Erst 1893 ließen die französischen Kolonialherren einen 13 Kilometer langen Damm zum Festland aufschütten. Die Stadt liegt am Schnittpunkt der Handelsrouten zwischen Djenné, Timbuktu, Gao und dem Dogonland. Heute ist sie der bedeutendste Markt des Niger-Binnendeltas mit ca. 80.000 Einwohnern und gleichzeitig der Beweis, dass die Sahara nie eine Barierre zwischen dem Maghreb und Schwarzafrika darstellte. Viele Handelswege durchquerten die Wüste, auf denen ein reger Austausch von Gütern und kulturellen Einflüssen stattfand.
In Mopti treffen sich die zahlreichen Völker und Ethnien des Sahel und der Süd-Sahara, der gesamte Ort ist ein einziges Farbenmeer.
Die Karawanen der Tuareg transportieren Salz aus der Sahara nach Timbuktu, von wo es auf dem Niger nach Mopti gebracht wird. Dioula-Händler bieten bunte, gewebte Decken feil, während die Fulbe (Peulh) durch ihre breitkrempigen, mit Leder besetzten Hüte auffallen. Dominiert wird der Handel von den Frauen: Fulbe-Frauen verkaufen Milchprodukte, die Frauen der Bozo haben neben Räucherfisch auch bemalte Tongefäße im Angebot. Erdnüsse und Kalebassen werden von Bobo-Frauen feilgeboten, während die Frauen der Bambara hauptsächlich mit Gewürzen und Kräutern handeln. Die Produkte spiegeln die traditionellen Wirtschaftsformen der einzelnen Völker wieder.
Ein weiterer Blickfang ist die Werft von Mopti. Die motorisierten Pinassen werden beplankt, während die Pirogen meist aus einem einzelnen Baumstamm von riesigen Ausmaßen gefertigt werden. Schmiede stellen vor Ort Nägel aus Eisenschrott her, für uns Besucher ein interessanter Anblick.
Voraussichtlich im Laufe des 4. Reisetages begeben wir uns zu einer Anlegestelle, wo uns unsere Pinasse erwartet. Die Fahrt auf dem gewaltigen Nigerstrom nimmt ihren Anfang, wir starten - wenn alles planmässig läuft - evtl. am Nachmittag und steuern Richtung Debo-See. Das Flussbett teilt sich bald in zahlreiche ca. 20 Meter breite Kanäle auf, die schließlich in den See münden, der weitläufig von Schilfbewuchs umsäumt ist. Die Vogelwelt ist vielfältig und farbenfroh, auf den Sandbänken stellen Kormorane ihr Gefieder zum Trocknen auf, daneben blitzt das blaue Gefieder von Eisvögeln. Man sieht Reiher, Seeadler, Milane, Bussarde und Webervögel.

5. bis etwa 7. Tag: Unterwegs auf dem
„Fluss der Götter“, Pinassenfahrt auf dem Niger
Bei unserer ruhigen Fortbewegungsart bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Fotos zu machen und die einzelnen Ethnien, die am Ufer des Stroms leben, kennenzulernen. Zwischen November und Februar treiben die Peulh-Nomaden ihre riesigen Rinderherden durch den Fluss, um ihren Wanderweg am anderen Ufer fortzusetzen. Ein unvergessliches Spektakel aus wild brüllendem, das Wasser aufwirbelndem Vieh und den anfeuernden Rufen der Hirten, die ihren Herden schwimmend folgen. Auch zu anderen Jahreszeiten bevölkern die ausgedehnten Herden, die der ganze Stolz ihrer Besitzer sind, die Ufer des Niger.
Die üppige Vegetation aus Gemüsegärten, Tamarinden und Baobabbäumen wird nach und nach abgelöst von Akazien und unbewachsenen Sandbänken. Oft sehen wir Bozo-Siedlungen, Dörfer mit Hütten aus geflochtenen Matten (hergestellt aus Doum-Palmen) und Riedgrasdächern. Die Bozo sind ein Volk von Fischern, das den periodisch wandernden Schwärmen folgt. Wir lernen auf unserer Reise ihre Fang- und Konservierungsmethoden kennen. Von ihren Booten aus verkaufen sie den berühmten Kapitänsfisch, aus dem unser Koch evtl. auch einmal das Mittagessen zubereitet.
Ab Niafounké, der Heimatstadt des bekannten Gitarristen Ali Farka Touré, erreichen wir den Südrand der Sahara. Der hier fast 2 Kilometer breite Strom windet sich in nordöstliche Richtung. Die ersten Sanddünen erheben sich im Norden und bieten dem Betrachter ein wunderschönes Panorama. Ein herrlicher Anblick, den man vom Sonnendeck der Pinasse aus genießen sollte, während der Kapitän den zahlreichen Untiefen ausweicht, die dem Auge des Laien meist verborgen bleiben. Am Ufer sehen wir Nomadenzelte und die kuppelförmigen Hütten der Bella. Diese sind ehemalige Sklaven der Tuareg, die sich auf den Handel mit Holz spezialisiert haben. Sie transportieren es mit Eseln und türmen es zum Verkauf zu wahren Bergen auf.
8. Tag: Timbuktu
Nach etwa dreitägiger Fahrt erreichen wir das legendäre Timbuktu, das jahrhundertelang die Phantasie der Europäer beflügelte. Obwohl das heutige Timbuktu nur noch ein Schatten seiner selbst ist, atmet es Geschichte. Wir fahren mit dem Taxi in die Stadt und unternehmen eine Besichtigungstour zu den Bürgerhäusern aus Lehmund Sandstein, die zu den historischen Unterkünften der Forscher Heinrich Barth und René Caillié deklariert wurden. Nicht weit entfernt liegt die Markthalle, auch die drei Moscheen Sidi Yahia, Sankore und Djinguer-Ber sind zu Fuß zu erreichen. Anschließend können Sie ihren Aufenthalt in aller Ruhe selbst gestalten. Es bleibt Ihnen überlassen, ob sie das Museum besuchen, die Schriftensammlung des Centre Ahmed Baba betrachten oder einfach durch die Straßen schlendern möchten.
Spätnachmittags kehren wir zum Boot zurück und richten uns im Nachtlager ein, voraussichtlich auf einer Sandbank. Die vielen Eindrücke in Timbuktu waren anstrengend und man genießt sicher die Ruhe des abendlichen Lagers.
9. bis etwa 13. Tag: Pinassenfahrt durch die Wüste!
Am nächsten Morgen beginnt der zweite Teil unserer Bootstour. Der Niger durchfließt die südlichen Ausläufer der Sahara, deutlich erkennbar an den bis zu 80 Meter hohen Dünen am Ufer. Manchmal fühlt man sich wie zu Zeiten Heinrich Barths, absolut archaische Stimmungen und Szenen!
Entlang dem Strom führt hier keine große Piste, so dass wir keinen Fahrzeuglärm hören und tagelang kein Auto sehen, auch wird die Region zunehmend menschenleerer, da die Tuareg-Nomaden sich für gewöhnlich nicht am Fluss aufhalten. Wir legen zahlreiche Badestopps ein oder müssen die Pinasse freischieben, wenn sie auf einer Sandbank aufgelaufen ist. Bilharziose ist nicht zu befürchten, da die Erreger nur in seichtem, stehendem Wasser zu finden sind.
14. Tag: Ankunft in Gao, Ende der Bootstour und Weiterreise mit Geländewagen durch den inneren Nigerbogen
Etwa 13 Tage nach unserer Ankunft in Bamako erreichen wir Gao, heute eine recht unbedeutende, leicht chaotische Stadt. Dennoch wird sich der Aufenthalt für einige Reiseteilnehmer lohnen, da hier von Tuareg gefertigter Silberschmuck und Lederprodukte recht günstig zu erwerben sind. Wir genießen (vorsichtig!) einige kühle Getränke an der Hotelbar und steigen nach dem Mittagessen um in Geländefahrzeuge. Nach dem Überqueren des Nigerstroms mit einer Fähre (bald über eine Brücke, die in Planung ist), verlassen wir den Fluss und fahren auf guter Asphaltstrasse durch den inneren Nigerbogen zu den markanten Felsen von Hombori. Die imposante Felsformation, die "Hand der Fatima" genannt wird, sticht besonders hervor. Von einer Seite aus betrachtet zeigen sich die Felsen wie Nadeln, die in den Himmel aufragen, von der anderen Seite kann man die Form einer Hand erkennen. In der sonst eher etwas gleichförmigen Sahellandschaft des inneren Nigerbogens bieten die Sandsteinmassive je nach Lichteinfall und Wetterlage einen gespenstischen Eindruck oder zeichnen sich klar gegen den blauen Himmel ab. Camping auf einer Düne beim mächtigen Felsklotz Hombori Tondo oder in einem Camp in
Douentza.

15. bis etwa 17. Tag: Fahrt ins Dogonland
Das nächste Ziel ist das Dogonland, Auf einer Buschpiste erreichen wir Sanga, wohlbekanntes Zentrum auf dem Plateau von Bandiagara. Unterwegs ist bereits eine Veränderung in den Siedlungsformen zu bemerken, der Einfluss der Dogon wird sichtbar. Rundgang mit einem örtlichen Führer durch die unterschiedlichen, jeweils für sich charakteristischen Ortsteile von
Sanga.
Die Studien des Ethnologen Marcel Griaule machten sie in der gesamten Welt bekannt: das Volk der Dogon und seine einzigartige Mythologie. Wie Schwalbennester sind die Dogon-Siedlungen in die Steilstufe von Bandiagara gebaut, die sich über die schier endlos erscheinende Gondo-Ebene erhebt. Ihre Architektur spiegelt das Weltverständnis der Dogon in allen Details wieder, wir sehen die berühmten Ahnenhäuser, Palaverhütten und Fetischaltäre. Ein besonderer Blickfang sind die auf Felsvorsprüngen unweit der Niststätten von Milanen angelegten Gräber, die nur über an der steilen Wand hängende Seile erreicht werden können.
Auf schmalen Pfaden durchwandern wir die Steilstufe; der Abstieg ist an einigen Stellen steil, aber mit guten Wanderschuhen und etwas Fitness durchaus zu bewältigen. Wer das nicht schafft, kann mit den Fahrern in oder bei Sanga lagern und sich ausruhen.
Mit etwas Glück können wir einen Maskentanz erleben. Dieser wird zwar extra für uns organisiert (man entrichtet einen Obulus in die gemeinschaftliche Dorfkasse), dennoch ist eine solche Zeremonie ein einzigartiges und authentisches Erlebnis.
Am Ende der Exkursion im Dogonland geht es wieder auf Buschpisten zur - mit rezenten Felsmalereien ausgeschmückten - Felsgrotte von Songo, einem wichtigen Initiationsplatz. Über Bandiagara, dem Hauptort auf dem gleichnamigen Plateau, fahren wir zurück nach Sevaré, wo sich der Kreis unserer Reise schließt und wir übernachten dort.
etwa 18. Tag: Rückfahrt auf Asphalt von Sevaré nach Sègou
Fahrt nach Ségou, unserem nächsten Übernachtungsort; die hübsche Auberge liegt sehr zentral fast am Nigerstrom, nahe dem alten Ortskern der geschichtsträchtigen Stadt
Ségou.
etwa 19. Tag und 20.Tag: Rückreise nach Bamako und Rückflug
Am nächsten Morgen Fahrt nach Bamako. Je nach Abflugzeiten stehen Ihnen in Bamako in einem Hotel sogenannte „dayrooms“ zur Verfügung, d.h. je ca. 3-4 Personen bekommen ein Hotelzimmer zur Verfügung um sich erfrischen zu können, bzw. zum Packen des Fluggepäcks.
Rückflug Bamako - Paris - Frankfurt (oder andere Flugmöglichkeit) am Ende einer außergewöhnlich eindrucksvollen Reise.
Änderungen vorbehalten! (c) R.+S. Jarosch
Flugkosten:
Royal Air Maroc ca. 780 EUR (Rail&Fly optional EUR 75)
Air France Flüge zwischen EUR 900 und 1300
(plus tax), möglichst frühzeitig buchen!
point afrique Flüge ab/an Paris: ab EUR 440
Royal Air Maroc bietet seit kurzem passende Anschlüsse, so dass dies
momentan unsere bevorzugte Airline für diese Strecke ist.
Air France fährt bei den
Westafrika-Destinationen eine knallharte Tarifpolitik. Je näher der
Abflugtermin rückt, umso höher ist der Tarif! Frühzeitige Anmeldung
(spätestens zwei Monate vor Reisebeginn) ist daher unbedingt angeraten.
Abflüge ab anderen Städten als Frankfurt sind möglich.
point afrique: die derzeitigen Termine der absolut günstigen
Chartervereinigung korrespondieren leider nicht mit den Air France
Terminen. Wenn Sie also mit point afrique anreisen, kommen Sie evtl.
bereits vor der Gruppe an oder Sie steigen z.B. in Mopti zu. Dies
erfordert etwas Flexibilität und Organisationstalent Ihrerseits aber
Sie reisen u.U. wesentlich günstiger u. länger.
Die Flugtermine von point afrique finden Sie unter: www.point-afrique.com
Änderungen vorbehalten!
Veranstalter
Kooperationspartner
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