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LIBYEN

Reisen nach Libyen


 

 
Sondertour Jebel Uwaynat

Entdeckungstour für Wüstenkenner in die südöstliche libysche Sahara - ca. 19 Tage

• Djebel al Bahri und Djebel Babeïn
• Djebel Uweinat & Djebel Arkenu im Südosten des Landes
• Erkundung der Täler Karkur Ibrahim und Karkur Idriss. Kurze Wanderungen zu den Felsbildstätten.
• die Durchquerung der Rebiana Sandsea und die "vergessene Oase" Bezimah
• der schwarze Krater Wau an-Namus
• während der Anreise oder während der Rückreise Besichtigung von Leptis Magna

Termine & Preise:
13.02.2010-03.03.2010  EUR 2390  (zzgl. Flug)
06.11.2010-24.11.2010  EUR 2390  (zzgl. Flug)
18.12.2010-05.01.2011  EUR 2490  (zzgl. Flug)
12.02.2011-02.03.2011  EUR 2390  (zzgl. Flug)
EZ/EZelt-Zuschlag:  EUR 50

Leistungen:
• Inlandflüge von Tripolis nach Kufra (über Benghazi) und gegen Ende der Reise von Sebha nach Tripolis (vorbehaltlich Verfügbarkeit)
• etwa 2-3 Hotelübernachtungen mit VP im Doppelzimmer (in Tripolis)
• unterwegs Fahrt in libyschen Geländewagen mit einheimischen Fahrern, Igluzelte für zwei Personen, Schlafmatten, Verpflegung aus der "Expeditionsküche" durch einheimischen Koch
• europäische, deutschsprachige Reisebegleitung, GPS-Navigation plus einheimischer Führer
• Reiserücktrittskostenversicherung 

Zusätzliche Kosten:
• persönlich bestellte Essen u. Getränke, Trinkgelder, Visagebühren, evtl. Flughafensteuern, evtl. Foto- und Filmerlaubnis, sonstige persönliche Ausgaben, Unvorhergesehenes.
• Flugkosten nach Tripolis und retour:
Flug mit Lufthansa nach Tripolis und zurück ab 890,- EUR, inkl. Zubringerflüge von allen größeren deutschen Städten nach Frankfurt
Buchbar bei uns, gleichzeitig mit der Reisebuchung. Es gelten die Beförderungs- und Zahlungsbedingungen der Lufthansa. Die Zahlungs- und Rücktrittsbedingungen für die Flugtickets können von den Bedingungen für das Landarrangement abweichen.

Alternativ: Flug mit Afriqiyah von Düsseldorf nach Tripolis und zurück z.Zt. EUR 470 (Hochsaison EUR 570). Vergünstigtes Bahnticket nach Düsseldorf und zurück (Rail & Fly) EUR 40. Buchbar ebenfalls bei uns, gleichzeitig mit der Reisebuchung. Die Reisen am 07.11. und am 19.12.2009 sind auf der Basis dieser Flüge geplant.

Teilnehmer:
min. 7 - max. ca. 12 Personen

Zelt:
Bitte versäumen Sie nicht, uns mitzuteilen, wenn Sie eine Zeltübernachtung im 2-Personenzelt wünschen. Viele Teilnehmer schlafen in der Sahara im Freien und wir sollten aus Gewichtsgründen nicht unnötig viele Zelte mitnehmen.

Duene   Tuareg

vorgesehener Tourverlauf:    

1. und 2. Tag: Flug nach Tripolis und Kufra
Je nach Ankunftszeit in Tripolis gestaltet sich unser "Programm": Entweder baldmöglichster Inlandflug nach Kufra oder Übernachtung im Hotel in Tripolis. Wenn längere Zeit bis zum Inlandflug zu überbrücken ist, ggfs. gleich bei Beginn der Reise ein Besuch von Leptis Magna. Die Ruinen- und Ausgrabungsstätte ist eine der beeindruckendsten der gesamten antiken Welt. Bereits schon vor etwa 2500 Jahren nutzten griechische Handelsboote den natürlichen Hafen, welcher damals nach dem Gott Hermes (Schutzheiliger der Händler) Hermaion genannt wurde.

Etwa 3. bis 4. Tag: Kufra und Start nach Südosten
Nach der Ankunft in Kufra Erledigung der notwendigen Formalitäten und Fahrt mit unserer örtlichen Crew ins Freie.
Durch oft extrem weichsandiges Gelände fahren wir zunächst zum Djebel Babeïn und zum Djebel al Bahri. Die Bergkegel liegen eingebettet in den hellen Sand der Ostsahara und werden gern "die Pleiaden der Lybischen Wüste" genannt. Die Region bietet herrliche Lagerplätze.

Etwa 5. bis 8.Tag: Djebel Arkenou und Djebel Uweinat
Wir navigieren weiter nach Süden, zum Djebel Arkenu und halten uns respektvoll von der ägyptischen Grenze fern. Der Arkenu ist sozusagen die "kleine Kopie" des Djebel Uweinat. Seine Gipfel erreichen Höhen von etwa 1400m, es handelt sich - wie beim Uweinat - um ein ringförmiges Granitmassiv. Das maßgebliche Wadisystem ist befahrbar und wir können tief in das Massiv eindringen. Mit etwas Glück stoßen wir auch hier bereits auf einige Felsbilder oder Gravierungen.
Weiter südlich ist die Arkenu Dünenbarriere zu überwinden, wenn man zum Djebel Uweinat weiterfährt, welcher sich über die Staatsgrenzen von Ägypten, Sudan und Libyen erstreckt. Wer mit uns im Gilf Kebir war, kennt den östlichen Uweinat, mit dem Kakur Talh. Auf den westlichen Teil des Massivs ist man erst vor gar nicht langer Zeit aufmerksam geworden, so dass unsere Tour starken Expeditionscharakter hat und wir durchaus noch Neues entdecken können. Da aufgrund fehlender Regenfälle die Brunnen der Region versiegt sind, mussten die dort lebenden Tubu, einst unbestrittene Herren dieses Landstrichs, ihr Gebiet verlassen. Auch für uns ist die Wasserversorgung nicht einfach, nach den vorliegenden Informationen gibt es nur einen Platz, an dem wir sicher Wasser aufnehmen können, dort wo sich auch der libysche Checkpoint Ain Doa befindet. Hier wird es letztendlich auch entscheiden, wie frei wir uns bewegen dürfen.
Die voraussichtlichen Ziele, bzw. die "Wunschziele" unserer Erkundungen sind das Karkur Ibrahim und das Karkur Idriss, sowie die Stelle, an der sich am Nordrand des Uweinat die Täler Idriss und Hamid begegnen. An dieser Stelle steht ein pittoresker Berg, geformt aus mächtigen Granitkugeln. Unwillkürlich wird man an einen riesigen Haufen Kartoffeln erinnert. Hier gibt es eine Fundstelle, die eine Fülle von recht gut erhaltenen Felsbildern zeigt. Wie in vielen Regionen der Sahara gehen die Bilder im Uweinat zurück auf eine Periode, in der hier Hirten und Jäger lebten. Abgebildet sind häufig Menschen mit ihren (Rinder-) Herden, aber auch Bilder mit Herden von Wildtieren (Antilopen) sind zu finden. Weiterhin Tanz- oder Beschwörungsszenen und Personen in ihrem Kral. Menschenabbildungen mit Tierköpfen und Bilder aus der "Rundkopfperiode" sind seltener. Diejenigen die man findet, gleichen Abbildungen in der Zentralsahara, wie etwa im Tassili N'Ajjer oder in Tim Meskis und in Idjenoudjane.
Bei den ersten Pilottouren in 2007/2008 erhielten wir vom Militär die Erlaubnis, durch das Karkur Idriss bis tief in das Massiv hinein zu fahren und dann nach Nordwesten, durch das Karkur Ibrahim wieder aus dem Djebel heraus. Wir waren beeindruckt von der bizarren Granit- und Sandlandschaft und konnten zahlreiche prähistorische Wohnstätten und Felsbilder besichtigen und fotografieren. Erstaunlich, wie gut manche Bilder erhalten sind, obwohl sie auf Granit gemalt sind.

Etwa 9. und 10. Tag: Rückfahrt nach Kufra
Auf direktem Weg fahren wir zurück nach Kufra. Dabei kreuzen wir die aus dem Sudan kommende LKW-Piste und passieren einige Kontrollposten.
Kufra war einst ein bedeutendes Karawanen- und Handelszentrum, heute ist es die wichtigste Stadt im Südosten Libyens. Hier werden evtl. nochmals Formalitäten anfallen, außerdem muss Treibstoff für die Fahrzeuge organisiert werden, die Verpflegung wird ergänzt, etwas Geduld ist gefordert.

Etwa 11. und 12. Tag: Erg Rebiana - Bou Zhema - Tazerbo
Durch Tassili-Landschaften - westlich von Kufra - geht es zunächst zur kleinen Oase Rebiana. Das Dorf wird hauptsächlich von Tubu bewohnt, wir füllen kurz gutes Tiefenwasser auf und verschwinden in die Dünen der Rebiana Sandsea. Extreme Dünenpassagen wechseln ab, mit gut befahrbaren Sandflächen.
Inmitten des östlichen Ergs Rebiana liegt die verlassene Oase Bou Zhema (auch Bezimah geschrieben), welche schon von Weitem zu erkennen ist. Die dunklen Felsen des Djebels spiegeln sich eindrucksvoll in einem halbmondförmigen See.
Weiter, durch schwer befahrbare, eng gestaffelte Dünen und dann (gottlob!) wieder erholsame Sandflächen zur Oase und Ortschaft Tazerbo. Wieder das übliche Ritual, Sprit besorgen, Vorräte ergänzen...

Etwa 13. und 14. Tag: Nordrand der Rebiana Sandsea und Krater Wau an-Namus
Nach der extrem weichsandigen Ausfahrt durch den Palmenhain von Tazerbo führt uns eine Piste nach Westen und Südwesten, immer entlang dem Erg Rebiana. Helle, kalkige Formationen tauchen auf und es gibt unzählige Versteinerungen zu bewundern.
Dann der Wau an-Namus - die Zufahrt von Osten her, wird als die schönste bezeichnet: Vor uns erscheint plötzlich eine schwarze Fläche, mit kleinkörnigem, leichten Lavagestein bedeckt. Die Fahrzeuge "fliegen" durch wabernde, spiegelnde Luftflächen den flachen Lavahang hoch bis zum Rand des Kraters. Was für ein Ausblick! Inmitten der völlig toten Landschaft leuchten üppige Farben! Zwischen gelb-schwarzen Dünen wogt grünes Schilf, Wind kräuselt das Wasser der verschiedenfarbigen Kraterseen, die von Palmen umsäumt sind. Am Boden des riesigen Trichters finden sich weiße und rote Salzablagerungen. Aus einer grauen Ascheschicht ragt der Vulkankegel mit seinem zerfurchten Rand hervor.
In vergangenen Zeiten machten die Karawanen auf ihrem Weg nach Kufra am Wau an-Namus halt, wo sie ihre Wasservorräte auffüllten. Noch heute ist sowohl für Geologen und Wissenschaftler, als auch für Touristen, der Wau en Namus ein herausragender Ort. Wir übernachten in der Nähe des Kraters.

Etwa 15. Tag: Ein Reservetag
Wir müssen bei dieser Tour absolut flexibel bleiben...

Etwa 16. und 17. Tag: Fahrt nach Sebha und Flug nach Tripolis
Über Wau el Kebir, Timsah und Zuwaylah führen uns Pisten und einige Abschnitte Asphalt nach Sebha. Abschied von der Mannschaft hier im Süden und fertigmachen für den Flug nach Tripolis. Dort Übernachtung in einem Hotel.

18. Tag: Tripolis und Leptis Magna
Sofern der Besuch von Leptis Magna nicht bei Beginn der Reise stattfand, fahren wir am Tag vor dem Rückflug nach Leptis. In Tripolis etwas Zeit zur freien Verfügung, z.B. für einen Besuch des Souks.

Etwa 19. Tag:
Transfer zum Flughafen in Tripolis, Flug nach Frankfurt oder alternativ Düsseldorf.

Änderungen vorbehalten!

Wichtig: Pilotreise! Absolute Flexibilität ist unbedingt erforderlich. Sie müssen mit Routenänderungen, Organisationspausen und Unterbrechungen wegen Formalitäten rechnen.

Veranstalter:
Kooperationspartner