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ALGERIEN

Reisen nach Algerien


 

 
Meharee EssendileneAlgerien (Foto: k. Kabasci)

Diese Reise wird künftig durch ein Kameltrek in der ebenso schönen, aber deutlich ruhigeren Region Adrar n'Ahnet ersetzt. Den Tourverlauf fordern Sie bitte bei Interesse per mail an.

Termine & Preise:
11.10.2009-25.10.2009  EUR 2200
01.11.2009-15.11.2009  EUR 2200
22.11.2009-06.12.2009  EUR 2200
20.12.2009-03.01.2010  EUR 2200
07.02.2010-21.02.2010  EUR 2200
07.03.2010-21.03.2010  EUR 2200
28.03.2010-11.04.2010  EUR 2200
10.10.2010-24.10.2010  EUR 2200
07.11.2010-21.11.2010  EUR 2200
28.11.2010-12.12.2010  EUR 2200
26.12.2010-09.01.2011  EUR 2200
alle voraussichtlich mit Direktflug

Leistungen:
• vermittelte Linienflüge Frankfurt - Südalgerien und zurück oder Umsteigeflug
• Transfer in Tamanrasset und Übernachtung mit HP in einem Camp
• alle weiteren Übernachtungen im Freien auf Isomatten, auf Wunsch im 2-Personen-Zelt
• Fahrten mit einheimischen Geländewagen (ortsüblicher Zustand) und Fahrern wie beschrieben
• Meharee mit einheimischer Begleitmannschaft, Reit- und Tragetiere (für jeweils zwei Teiln. steht ein Reitkamel zur Verfügung, man reitet und wandert abwechselnd, eigenes Reitkamel auf Anfrage gegen Aufpreis möglich)
• Verpflegung aus der Expeditionsküche
• deutschsprachige Reiseleitung
• Reiserücktrittskostenversicherung

Zusätzliche Kosten:
• Hotelaufenthalte bei unvorhergesehenen Ereignissen
• evtl. Restaurantessen/Getränke am Beginn und Ende der Tour
• Trinkgelder für einheimische Begleitmannschaften
• Visagebühren
• Unvorhergesehenes

Teilnehmer:
min. 7 - max. ca. 12 Personen

Algerien   Algerien

Tourverlauf:                                Karte mit Tourverlauf

1.-2. Tag
Flug Frankfurt - Tamanrasset oder andere Flugmöglichkeit; Übernachtung in einem einfachen Camp am Fuß der Felswand "Hadriane" mit Blick auf das Hoggar-Gebirge.
Nach kurzem Aufenthalt in Tamanrasset (Bank/Einkäufe) verlassen wir die Stadt mit den Geländewagen am nächsten Vormittag durch die Ausläufer des Hoggargebirges und verbringen die erste Wüstennacht in einem der großen, mit Akazien bestandenen Oueds die nach Süden führen.

3.- ca. 8. Tag
In den Vormittagsstunden des nächsten Tages tauchen die ersten Sandsteinmassive des Tassili du Hoggar auf; wir besuchen die eindrucksvollsten Ecken und Plätze von Tin Akashaker und Tagrera und übernachten an einer schönen Stelle. Die weitläufigen Plateaulandschaften - vielen vertraut durch frührere Reisen oder durch Publikationen - nehmen immer wieder gefangen. Jedes Mal sind andere Eindrücke zu verarbeiten, je nach Tageszeit und Wetterlage. Auch wenn diese Regionen nun nach der tiefen Krise wieder häufiger besucht werden, finden sich genügend abgelegene Stellen, um in Ruhe Mittag zu machen oder zu übernachten.
Von Tagrera zügige Fahrt über weite Sandebenen zum Oued Tin Tarabine und kurzer Halt an einer "Insel" im Trockenflusstal, einer Steinplatte (La Dalle), über und über mit prähistorischen Gravuren bedeckt. Zerfetzte Steine und entsprechendes Geholper kündigen den nächsten landschaftlichen Höhepunkt an: Tahaggart. Inmitten von hohen Dünen erheben sich bizarr verwitterte Felsplateaureste - die Ausblicke in die südlichen Ebenen und den bergigen Norden sind grandios.
Von hier wenden wir uns in nordöstlicher Richtung zum Massiv von Tin Eggoleh und durchfahren abgelegene, aber recht vegetationsreiche Bergtäler auf kleinen Pisten. Hin und wieder queren kleine Gazellenherden unsere Fahrspuren und verschwinden in den Seitentälern. Die Landschaftsbilder sind sehr abwechslungsreich, geprägt von wuchtigen Bergrücken, akazienbestandenen Tälern, runden Granitbuckeln und glitzerndem mineralreichem Sand.
Im Oued Tadant suchen wir einen Brunnen auf, an dem sich fast immer auch Nomaden einfinden. Das nomadische Leben in Südalgerien ist geprägt von äußerster Armut, obwohl der Staat ein Minimum an Versorgung (ein- bis zweimal im Monat fahren Lastwagen mit Grundnahrungsmitteln eine Rundtour zu den Nomadenlagern) gewährleistet. Am Oberlauf des Oued Tadant stoßen wir auf den Brunnen von Tirine, einstmals ein wichtiger Versorgungspunkt der Karawanen zwischen Djanet und Aïr-Gebirge im Niger. Heute ist die Umgebung des Brunnens ein unattraktiver, von Müll umgebener Ort, zumal es, bedingt durch anhaltende Trockenheit in diesem Gebiet, keine Karawanen mehr gibt (in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts trafen wir noch auf kleinere Karawanen).
Bald tauchen am Horizont die langgezogenen Dünenketten des Erg d’Admer auf, denen wir nach Norden folgen, bis wir an einer passierbaren Stelle, dem Dünenpass Tahort, den Erg überqueren. Bei klarer Sicht sehen wir, am Dünengipfel angelangt, zum erstenmal den gewaltigen Plateaurand des Tassili n’Ajjer.
Wir nähern uns nun durch die Ausläufer des Ajjer-Plateaus dem wichtigen Versorgungspunkt Djanet. Seit der Abfahrt aus Tamanrasset vor mehreren Tagen haben wir keine Ortschaft passiert. Djanet liegt eingebettet zwischen grandiosen Sandsteinfelsen und Granitbuckeln in einem schönen Oued, gesäumt von zahlreichen Palmhainen und Gärten. Die Häuser in den alten Ortskernen der einzelnen Viertel sind stufenförmig an die Hänge gebaut. Das moderne Leben hat jedoch längst Einzug gehalten; die Einwohnerschaft Djanets ist eine bunte Mischung aus alteingesessenen Oasenbauern, zugezogenen ehemaligen Tuaregnomaden und vielen Nordalgeriern, die bei Militär oder Verwaltung einen Posten haben. Der Ortskern selbst ist sehr klein und überschaubar: der Markt und die Boutiquen bieten nur wenige wichtige Handelsgüter zum Verkauf.
Djanet ist der Ausgangspunkt für den Besuch des Plateaus des Tassili n’Ajjer, das mit seiner Fülle von prähistorischen Felsbildern und seiner landschaftlichen Vielfalt mit zu den beeindruckendsten Regionen dieser Erde gehört.

9.-14. Tag
Zum Verlauf der Meharee Essendilene gehört nicht der Aufstieg auf das Plateau, sondern wir bewegen uns am Fuß des Plateaus entlang. Am Karawanentreffpunkt von Tim Ras, am Rande Djanets gelegen, machen wir Bekanntschaft mit dem Führer und den Chameliers. Gemeinsame Übernachtung, bevor wir am nächsten Morgen losziehen. Die Geländewagen lassen wir hinter uns. Reit- und Lastkamele tragen uns und unser Gepäck in den nächsten Tagen und Autos sehen wir höchstens in der Ferne vorbeifahren bzw. unseren eigenen Versorgungswagen, der uns Wasser, Gemüse und frisches Brot bringt.
Wir bewegen uns durch eine abwechslungsreiche, schöne Landschaft, die zunächst noch felsig ist und allmählich immer weitläufiger und sandiger wird. An zwei bis drei Stellen muss man absteigen, da es im Kamelsattel zu gefährlich ist, die steilen, steinigen Passagen zu überwinden. Ansonsten ist fast die gesamte Strecke zum Reiten hervorragend geeignet. Aber auch laufend lässt sich die Landschaft wunderbar genießen.
Monumentale Felswände, enge Taleinschnitte und angewehte Dünen wie in Tikoubaouine, wechseln ab mit weitläufigeren Oueds, wie dem Oued Tilliline und dem Oued Hell, wo unsere Kamele die dringend notwendige Weide finden. In den abgelegenen Hochtälern gibt es noch Mufflons, die jedoch nur mit großem Glück zu beobachten sind.
Einige große präislamische Grabanlagen (wie wir sie auch im Tassili du Hoggar schon sahen), liegen am Wegesrand und die gesamte Mehareestrecke war noch bis Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts von Nomaden besiedelt, bis die langanhaltenden Dürreperioden Ziegen- und Kamelhaltung unmöglich machten und die Nomaden nach Djanet, Iherir, Zaouatallaz (ehemals Fort Gardel) oder in andere Ortschaften ziehen mussten. Gegen Ende der Kamelreise gelangen wir in das mit üppiggrünen Tamarisken bestandene Oued Essendilene und stoßen auf eine Autopiste, die bis ans Ende des eindrucksvollen Talkessels führt. Hier wohnt eine Tuaregfamilie mit zahlreichen Tieren (Ziegen, Hühner, einigen Kamelen, Hunden etc.), die das Guelta und das Tal bewacht. In der Kolonialzeit waren in einem winzigen Lehmfort neben den Brunnen einige Soldaten stationiert.
Bedingt durch die ergiebigen Brunnen und ein großes Guelta (Regenwasserbecken in einer Felsnische), findet sich eine ungewöhnlich üppige Vegetation. Neben Dattelpalmen und Tamarisken wachsen Oleander, Lavendel und vieles mehr. Die Fußexkursion zum großen Wasserbecken verläuft dementsprechend durch zum Teil dichtes Gebüsch. Autos können zum Glück nicht bis zum Guelta gelangen, was Tieren, Pflanzen und der Wasserqualität zugute kommt.
Wenn die Gruppe sich einig ist, kann bei der Wächterfamilie eine Ziege gekauft und geschlachtet werden, um sie gemeinsam mit unseren Begleitern am letzten Abend zu verzehren. Dies ist jedoch kein Zwang zum "Grillen", sondern als "Dankeschön" an die Begleitmannschaft gedacht. Der begleitende Koch bereitet für alle die kein Fleisch essen mögen, auch ein Zusatzgericht zu.
Am nächsten Tag holen uns die Geländewagen wieder ab und wir genießen, allerdings in schnellerem Tempo, nochmal das wunderschöne Oued Essendilene, bevor wir uns vom Plateaurand lösen und in die Dünen des Erg d’Admer eintauchen.
Die Mittagsrast verbringen wir irgendwo im Sand vor Djanet, bevor nachmittags Gelegenheit ist, im Ort etwas einzukaufen, zu bummeln und - wenn gewünscht - zu duschen. Gegen Abend verlassen wir Djanet und fahren eine kurze Strecke ins Oued In Debirene zur außergewöhnlichen Gravur der "weinenden Rinder" von Terrarart. In der Nähe finden wir in einem der Oueds oder auf einer Düne unseren letzten Übernachtungsplatz unterm Sternenhimmel, bevor es frühzeitig am nächsten Tag zum Flughafen von Djanet geht.

15. Tag
Rückflug Djanet - Frankfurt oder andere Flugmöglichkeit. (Text: © S. + R. Jarosch)

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Kooperationspartner